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Schreinerei Frewer PDF Drucken E-Mail

Frewer Bernhard Tischlerei

Trendelburger Str. 16
34434 Borgentreich

 

Tel.: 05643 82 11

 

Die Dorfschreinerei Frewer

Die Bau- und Möbeltischlerei Frewer, im Dorf auch „Schreiners“ genannt, wurde im Jahre 1901 gegründet und beweist seither hohe handwerkliche Kompetenz im Umgang mit Holz. Heute, in der dritten Generation, von dem Tischler Bernhard Frewer geführt, ist sie dieser Tradition treu geblieben. Gerade die ländliche Umgebung des Familienunternehmens bedeutet auch heute in Zeiten der Massenproduktion, dass jeder Kunde individuell betreut und jeder Auftrag pünktlich und zuverlässig ausgeführt wird.

Die Geschichte der Tischlerei

Im Jahre 1901 erwarb der Tischler und Landwirt Josef Frewer (1878 – 1952) ein Grundstück an der heutigen Trendelburger Straße. Dort errichtete er ein landwirtschaftliches Gebäude mit einer angeschlossenen Tischlerei. Tischler Frewer sorgte für das Bett und den Tisch der Brautleute. Wenn sich Nachwuchs einstellte, war er für die Wiege zuständig, und am Ende eines Lebens war er wieder zum Schreinern des Sarges gefragt.

1907 heiratete Josef Frewer Ferdinande Kleinschmidt aus Würgassen. Aus dieser Ehe gingen neun Kinder hervor, von denen zwei bereits im Kindesalter verstarben.

Wie bei fast allen Manroder Handwerksfamilien üblich, betrieb die Familie eine kleine Landwirtschaft. Dadurch konnten Grundnahrungsmittel selbst hergestellt werden. Die Verdienstmöglichkeiten in der Tischlerei hielten sich anfangs in Grenzen. Eine Gewisse soziale Sicherheit aber gab die Landwirtschaft der Familie. Sie war insofern auch notwendig, weil es damals üblich war, ein Anschreibebuch zu führen, in dem Materialien, Sach- und Arbeitsleistungen für die Kundschaft aufgeschrieben wurde. Das Buch war Grundlage für Rechnungen, die in der Regel einmal im Jahr geschrieben wurden.

1914 wurde Josef Frewer Soldat. Ab diesem Zeitpunkt wurde im Betrieb nicht mehr gearbeitet. Ferdinande Frewer erzählte später von dieser Zeit, dass es für die Familie sehr schwierig war, Brennholz zu kaufen, um warmes Essen kochen zu können.

Nach Ende des 1. Weltkrieges nahm Josef Frewer seine Arbeit wieder auf. Schwerpunkt der Tischlerei in dieser Zeit waren der Bau und die Reparatur von Fenstern, Türen und Möbel aller Art. Möbelhäuser, wie man sie heute kennt, gab es noch nicht. Die Produkte der Tischlerei wurden noch in echter Handarbeit hergestellt. Erst Ende der 40er Jahre wurde eine Bandsäge angeschafft.

Von einem schweren Schicksalsschlag wurde die Familie im zweiten Weltkrieg getroffen. Die vier Söhne Richard, Heinrich, Johannes und Josef wurden mit Beginn des 2. Weltkrieges als Soldaten eingezogen. Richard und Heinrich hatten in der väterlichen Werkstatt das Tischlerhandwerk erlernt. Richard als Erstgeborener sollte später einmal die Tischlerei übernehmen. Die beiden Brüder Richard und Heinrich fielen am selben Tag 1942 in Russland. Johannes wurde seit den letzten Gefechten an der Oder im Jahre 1945 vermisst und in den 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts für Tod erklärt. Nur Josef überlebte schwer verwundet den Krieg.

So lag es auf der Hand, dass das jüngste Kind Clemens (geb. 1928) in die Fußstapfen seines Vaters und seiner Brüder treten musste.

1949 begann Clemens Frewer seine Lehre im väterlichen Betrieb. Als Lehrling zur damaligen Zeit musste er nicht nur in der Werkstatt, sondern auch in der Landwirtschaft helfen. Als sein Vater im Jahre 1952 starb, übernahm er – auch auf Wunsch seiner Mutter – im gleichen Jahr den elterlichen Betrieb. 1954 legte Clemens Frewer vor der Meisterprüfungskommission in Warburg erfolgreich die Meisterprüfung im Tischlerhandwerk ab.

Im Jahre 1955 heiratete Clemens Elisabeth Hengst aus Manrode. Aus ihrer Ehe gingen vier Kinder hervor – Josef, Bernhard, Elisabeth und Cornelia. In den 60er und 70er Jahres des vergangenen Jahrhunderts wurde die Werkstatt umgestaltet und neue Holzverarbeitungs- maschinen hielten Einzug im Betrieb. Lehrlinge wurden eingestellt und ausgebildet. Der Schwerpunkt lag in diesen Jahren in der Bau-Tischlerei.

1973 begann Bernhard Frewer, in der dritten Generation, seine Lehre als Tischler im väterlichen Betrieb. Nach der Lehrzeit arbeitete Bernhard Frewer auch in anderen Tischler- betrieben, um weitere Berufserfahrungen zu sammeln. Im Jahre 1981 legte Bernhard Frewer an der Holzfachschule in Bad Wildungen erfolgreich seine Meisterprüfung im Tischlerhandwerk ab. Im selben Jahr heiratete er Waltraud Renfert aus Auenhausen.

Als im Jahr 1988 Clemens Frewer im Alter von 60 Jahre plötzlich starb, übernahm der jetzige Inhaber den Tischlereibetrieb. In den Folgejahren wurde die Werkstatt weiter umgebaut und vergrößert.

Im Jahr 2001 konnte der Betrieb auf sein 100-jähriges Bestehen zurückblicken.

Seit seiner Betriebsübernahme hat Bernhard Frewer mehrere Auszubildende, vornehmlich aus Manrode, erfolgreich ausgebildet. Daneben ist Tischlermeister Frewer seit einigen Jahren in der überbetrieblichen Ausbildung der Kreishandwerkerschaft in Höxter-Warburg als Lehrer tätig.

In der Bau- und Möbeltischlerei Bernhard Frewer wird auch heute noch alles gefertigt und repariert, was mit Holz zu tun hat, grob gesagt von der „Wiege bis zur Bahre“, vom Regalbrett über einen Schrank bis zu einem Gartenhaus. Ebenso werden Bestattungen durchgeführt. Einen Dorfschreiner noch in Manrode zu haben, garantiert schnelle Hilfe. Der Dorfschreiner ist aber auch zur Stelle, wenn beispielsweise ein Schlüssel abgebrochen oder eine Glasscheibe zerbrochen ist. Der Innenausbau wie das Verlegen von Parkett oder das Einbauen von Türen gehören zum täglichen Arbeitsfeld der Tischlerei Frewer. Auch das Restaurieren von Holzmöbel versteht sich der Fachmann ebenfalls.

In Manrode kann man viele Erzeugnisse bestauen, die aus der Werkstatt der Tischlerei Frewer stammen.